Die Pandemie Corona. Entwicklung seit zwei Jahren.

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus ist die wohl größte Herausforderung seit sieben Jahrzehnten. Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wurde erstmals im Dezember 2019 in China festgestellt und hat sich seitdem weltweit verbreitet. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Coronavirus von Fledermäusen stammt. Die Ansteckungen in Deutschland begannen Ende Februar 2020, ausgerechnet in der Zeit des Karnevals. Diese Seite informiert über die Entwicklung der Infizierungen und deren Folgen. Am 24.11.21 steigt in Deutschland die Zahl der Todesfälle auf über 100.000, am 14.6.22 auf über 140.000!! Im März 2022 sterben täglich 200 Menschen an den Folgen von Corona. Es trifft vorwiegend Nichtgeimpfte. Die Infizierungen überschreiten am 20.7.2022 insgesamt über 30 Millionen Fälle. Durch Ansteckungen mit der hochansteckenden Variante Omikron erreicht die Zahl der Erkrankten bedrohliche Ausmaße (am 19.3.22 bundesweit getestet über 4 Mio.)! Wegen der relativ geringen Belastung des Gesundheitssystems enden die bundesgesetzgeberischen Einschränkungen am 19.3.22. Die Sommerwelle 2022 verursacht im Juli bis zu 2 Mio. Erkrankungen. Infolgedessen steigen die Krankenhausaufenthalte erneut an. Täglich sterben Anfang August über 120 Erkrankte. Die Zahl der Neuinfizierungen des Sommers nimmt gegen Ende Juli ab.

Bild: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Dieser Internetseite mit Grafiken können Sie die Entwicklung und Veränderungen in der Pandemie-Lage entnehmen (Daten-Quelle: Robert-Koch-Institut, international Johns-Hopkins-Universität). Die Grafiken werden aktualisiert. Der Bearbeitungsstand ist angegeben.
Über die örtlichen Daten der Gemeinden informiert der Landkreis Aurich (Link siehe unten).

Allgemeiner Bearbeitungstand: Daten und Abbildungen vom 16.9.22 24:00 Uhr,
Abb. 4 (tägliche Todesfälle) vom 16.9.22, 

Abb. 5  (Inzidenzverlauf bundesweit und Landkreis Aurich)  vom 27.9.22 24:00 Uhr.

 

Zum Verlauf der Pandemie

Die Anzahl der nachgewiesenen Infizierten  überschritt am 1. März 2020 (Tag 1) in Deutschland  erstmals die Marke Einhundert.
1.000 wurden am 8. März (Tag 8) überschritten,
100.000 am 5. April (Tag 36),
500.000 am 30. Oktober (Tag 244),
1.000.000 am 26. November 2020 (Tag 271),
5.000.000 am 13. November 2021 (Tag  623),
10.000.000 am 1. Februar 2022 (Tag 703),
15.000.000 am 1. März 2022 (Tag 731),
20.000.000 am 25. März 2022 (Tag 755),
25.000.000 am 25. Juni 2022 (Tag 816),
30.000.000 am 20. Juli 2022 (Tag 872). 

Die Ursache der Pandemie ist ein Conoravirus (CoV), von dem mehrere Arten bekannt sind. Vor knapp 20 Jahren löste es ein „Schweres aktutes respiratorisches Sydrom“ („Sars“) aus. Das neue Virus ist dem recht ähnlich. Darum heißt es „Sars-CoV-2“. Die Erkrankung heißt offiziell „Covid-19“, wobei die Abkürzung für „Conoravirus disease 2019“ steht.
Dieses Virus verbreitet sich per Tröpfcheninfektion, eine der gefährlichsten Verbreitungsarten. Das neuartige Conoravirua mit seinen Mutationen wird zu einem langfristigen Problem.

Am 28. Januar 2020 warnte Virologe Christian Drosten in der Tagesschau vor einer Pandemie: „Wir müssen die Pandemiepläne rausholen, um auf einen möglichen Massenanfall von Patienten vorbereitet zu sein.“

Der Verlauf der Infizierungen ist in einem logarithmischen Maßstab aufgetragen. Diese Art Auftragung hat den Vorteil, dass ein exponentieller Anstieg linear verläuft. Trend-Abweichungen sind erkennbar.

Abb. 1: Verlauf der Infizierungen -logarithmisch 5.4.20 bis 16.9.22

In Abb. 1  wird die deutschlandweite Situation der Infizierungen (rote Punkte) für die Entwicklung der Infektionszahlen über 100.000 ab dem 5.4.2020 beschrieben.
Eingetragen sind jeweils die exponentiellen Trends der Infizierungen mit Angabe der Verdoppelungszeiten. Im logarithmischen Maßstab sind diese linear. Je kürzer die Verdoppelungszeit wird, umso höher ist die Infizierungsrate.

Die in Deutschland getroffenen Maßnahmen haben nach dem Frühjahr 2020 ihre Wirkung gezeigt. Die erste Welle der Corona-Pandemie konnte erfolgreich gebrochen werden. Auch die Zunahme von Infizierungen um den 20.6. konnte bewältigt werden (Grafik „Verlauf der Infizierungen“ siehe Abb. 3). Das ist vor allem auch der Disziplin der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken.
Und unseren Wissenschaftlern, wie z.B. Prof. Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, mit deren Hilfe wir in Deutschland bereits Mitte Februar in der Lage waren, routinemäßig auf Sars-CoV-2 zu testen!

Abb. 2: Anzahl Neuinfizierungen 31.3.20 – 27.9.22

Abb. 2 beschreibt den Verlauf der täglichen Neuinfizierungen aufgrund von Tests. Die Zunahme an Infizierungen beginnt am 12.3.20. Das 7-tägige gleitende Mittel glättet die meldebedingten Schwankungen.  Der Kurvenverlauf bezieht sich auf die Mitte des berechneten Zeitraums. Im März 2022 werden die höchste Zahl an Neuinfizierungen erreicht. Im Juni/ Juli 2022 steigen die Infizierungen erneut.
Da die Testungen abnehmen, liegen die Zahlen deutlich unter dem tatsächlichen Pandemieverlauf.

Prof. Dr. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts hatte darauf hingewiesen, dass wir die Entwicklung selber in der Hand haben. Die Ausbreitung des Virus ist durch unser Verhalten begründet. Aus der Entwicklung lässt sich schließen, dass ein „leichtsinniges“ Verhalten dem Virus entgegenkommt, sich stärker auszubreiten.

Die Grafik weist aus, dass die zweite Welle im Monat Oktober beginnt. Bereits nach Feststellung der Anstiegsphase -etwa Mitte Oktober 2020 – hätte die Schließung der Begegnungsorte beginnen müssen.
Die Virologin Melanie Brinkmann hat am 13. Oktober vor der 2. Welle gewarnt (Der Spiegel Nr. 6/2021 und Nr. 9/2021): „Diese Kurve wird sich weiter nach oben entwickeln, wenn wir jetzt nicht gezielte Maßnahmen ergreifen.“ Die Schließung fand Mitte Oktober keine Mehrheit. Die Mobilität blieb hoch.
„Allein diese 2 Wochen Verzögerung bis Anfang November 2020 haben uns in 3 Monaten etwa 30 Tsd. Menschenleben gekostet,“ sagt Melanie Brinkmann (zu Todesfällen siehe Abb. 4).

Abb. 3: Anzahl Erkrankte und Todesfälle 31.3.20 bis 16.9.22

In Abb. 3 ist die Entwicklung der Erkrankten-Zahlen (Infizierte abzüglich Genesene abzüglich Verstorbene) aufgetragen.

Ende März 2022 wurden 4,5 Mio. an Covid19 erkrankte Personen nachgewiesen. Im Durchschnitt war damit jeder 18. Deutsche infiziert!!! Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher gelegen haben.

Die Infizierungen im Ländervergleich können Sie hier ablesen (Stand 8,2.22).

Abb. 4: Tägliche Todesfälle als Mittelwert der letzten 7 Tage 1.4.20 bis 16.9.22

Auch angesichts der ab Ende Juli 2021 deutlichen Zunahme an Erkrankungen steigt die Zahl der täglichen Todesfälle (Abb. 4) dank der steigenden Impfquote nur geringfügig an. Mitte Dezember 2021 sterben im Durchschnitt knapp 400 Menschen täglich an Corona. Ab dem 8. Februar wird ein erneuter Anstieg aufgrund der extrem hohen Omikron-Erkrankungen erkennbar. Anfang Mai sterben durchschnittlich 150 Menschen. In der Sommerwelle 2022 sterben täglich bis zu 127 Menschen. Die Zahlen liegen deutlich höher als im Sommer 2020 und 2021!

Insgesamt verstorben sind
10 Tsd. am 24.10.20!
20 Tsd. am 09.12.20!  (nach weiteren 46 Tagen)
30 Tsd. am 27.12.20!  (nach weiteren 18 Tagen)
40 Tsd. am 10.01.21!  (nach weiteren 14 Tagen)
50 Tsd. am 21.01.21!  (nach weiteren 11 Tagen) 
60 Tsd. am 04.02.21!  (nach weiteren 14 Tagen)
70 Tsd. am 27.02.21!  (nach weiteren 23 Tagen)
80 Tsd. am 18.04.21! (nach weiteren 50 Tagen)
90 Tsd. am 15.06.21! (nach weiteren 58 Tagen)
100 Tsd. am 24.11.21! (nach weiteren 162 Tagen)
110 Tsd. am 23.12.21! (nach weiteren 29 Tagen)
120 Tsd. am 14.2.22! (nach weiteren 53 Tagen)
130 Tsd. am 2.4.22! (nach weiteren 47 Tagen)
140 Tsd. am 14.6.22 (nach weiteren 73 Tagen)
150 Tsd. am 30.9.22 (nach weiteren 108 Tagen)

Im Laufe des Frühjahrs und Anfang des Sommers 2021 hat sich die Zahl der Todesfälle aufgrund der vorläufig abschwellenden Pandemie und aufgrund der höheren Impfquote kontinuierlich verringert.

 

Als Systemerkrankung vermag Covid eine geradezu unheimliche Zerstörungskraft zu entfalten.
Coronaopfer haben im Schnitt 11 Jahre (Frauen) bis 13 Jahre (Männer) Lebenszeit verloren (britische Untersuchungen; Der Spiegel Nr. 20/2020, „Sturm im Körper“).

„Das Licht am Ende des Tunnels wird größer, “ sagte Bundespräsident Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache am 25.12.2020.
Das Impfen konnte nach Weihnachten beginnen.

Hier können Sie per Download eine Grafik zur Erhöhung der Sterberate in Deutschland bedingt durch Covid-19 (7-tägiges gleitendes Mittel) im Vergleich zum Durchschnitt von 2.600 Toten abrufen.

In dieser Grafik werden die gesamten Sterbefälle verschiedener Länder bis zum 8.2.22 im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung verglichen.

Mit unwahren Behauptungen stellen vermeintliche Experten die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Frage. Z.B. wird Corona mit Grippeviren gleichgesetzt, obwohl inzwischen bekannt ist, dass mehrere Organe befallen werden können. Die Pandemiegefahr wird bewusst negiert. Es wird bewusst aufgefordert, nicht zu testen. Derartige Äußerungen und Verhaltensweisen sind gefährlich. Sie können eine verstärkte Verbreitung von Covid19 zur Folge haben. Eine gute Allgemeinbildung ist die Voraussetzung dafür, die Welt zu verstehen und sich von Lügnern nicht verunsichern zu lassen.

Herzlichen Dank an alle Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Beschäftigte in den Supermärkten und Erzieherinnen und Erzieher, Polizistinnen und Polizisten und viele andere, die alles am Laufen halten!

 

Pandemie-Daten zum Landkreis Aurich

Die 7-Tage-Inzidenz ist eine wichtige Grundlage für die Einschätzung der Entwicklung der Corona-Pandemie.
Der Wert bildet die Fälle pro 100.000 Einwohner*innen in den letzten 7 Tagen ab.  Die folgende Abb.5  stellt die Entwicklung der Inzidenzwerte bundesweit ab dem 1.10.20, für den Landkreis Aurich ab dem 17.11.20 dar.

Abb. 5: 7-Tage Inzidenzwerte bundesweit und für den Landkreis Aurich 1.10.20 bis 27.9.22

Die 4. Welle aufgrund der Delta-Variante hat Ende November 2021 ihren Höhepunkt. Bereits Anfang Januar 2022 nimmt der steile exponentielle Anstieg der 5. Welle mit Omikron bundesweit Fahrt auf!

Der Landkreis Aurich hatte am 22.1. und 26. bis 28.1.21 die niedrigsten Inzidenzwerte bundesweit (Abb. 5).
Die Inzidenz blieb im Jahr 2021 immerhin 172 Tage entsprechend knapp 5 3/4 Monate unter 50. Sie überschreitet diesen Wert am 13.11.2021. Am 11.2.22 wird erstmals 1000 pro 100 Tsd. Einwohner überschritten! Am 11.3.22 überschreitet die Inzidenz in Aurich mit 1613,8 erstmals die bundesweite Zahl (1496). Am 17./18.3. gehen die Zahlen „durch die Decke“. Der Landkreis Aurich hatte weit über 2.000 Infizierte pro 100 Tsd. Einwohner! Nach Ostern werden noch über 1.500 Infizierte pro 100 Tsd. verzeichnet. Anfang Mai werden 1.000 unterschritten.
Die bundesweiten Mittelwerte fallen von etwa 1.800 am 25.3. auf unter 1.000 ab Mitte April und unter 500 ab 12.5.22. Dem folgt der Landkreis Aurich einige Tage später. Dabei muss bedacht werden, dass nicht alle Infizierungen erfasst werden. Der Trend der abnehmenden Inzidenz setzt sich bis Anfang September fort.

Ende der zweiten Septemberwoche deutet sich ein erneuter Anstieg an.

Am 23.11.21 wurde in Niedersachsen ein Warnstufenkonzept eingeführt, um die Belastung des Gesundheitssystems erkennen und berücksichtigen zu können (siehe Niedersachsenlink unten).
Nach dem Warnstufenkonzept folgt eine Verschärfung durch 2Gplus ab Mittwoch, dem 1.12.21! Das heißt auch vollständig Geimpfte müssen einen Test vorlegen. Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Variante „Omikron“ gelten später vorsorgliche Regelungen.
Sie enden nach Bundesgesetzgebung vorläufig am 19.3.2022.

Die Neuinfizierungen steigen seit dem 26.5.22 erneut an. Die Sommerwelle ist da! Der Treiber ist die ansteckendere Variante BA4/A5, deren Anteil zunimmt. Diese ansteckendere Variante trifft auf tendenziell abnehmende Vorsicht bei den Bürgern. Volle Züge und große Veranstaltungen erhöhen das Ansteckungsrisiko. Das RKI empfiehlt, in geschlossenen Räumen weiterhin Masken zu tragen.

Vor allem bei den Risikogruppen sollte jetzt auch die vierte Impfung vorangebracht werden. Die Impfungen sind weiterhin ein guter Schutz, vor allem vor einem schweren Verlauf.

Abb. 6: Kennzahl Hospitalisierung 24.8.21 – 27.9.22

Der Hospitalisierungsindex (Abb. 6 Verlauf seit 24.8.21) bildet alle Neuaufnahmen von COVID-Patientinnen und –Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern pro 100.000 Einwohnerinnen und -Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage ab. Alle niedersächsischen Krankenhäuser melden über das IVENA-System täglich die Anzahl der mit COVID neu aufgenommenen Patientinnen und Patienten. Um den Wert der Hospitalisierungsinzidenz zu berechnen, wird die Zahl aller Neuaufnahmen der vergangenen sieben Tage addiert und auf die Quote pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner umgerechnet. Dadurch ergibt sich ein guter Überblick über die Belastung der Krankenhäuser insgesamt.

Ab dem 3.2.22 wird die Grenze zur höchsten Warnstufe 3 (siehe Abb. 6) bei der Belastung der Krankenhäuser überschritten! Das Warnstufenkonzept ist ab dem 24.2.22 entfallen!

In der Sommerwelle war der Höhepunkt der Krankenhausbelegung Ende Juli 2022 erreicht. Danach nimmt die Zahl der aufgenommenen Coronapatienten ab.
Ende September 2022 ist wieder ein deutlicher Anstieg feststellbar.

Nachricht vom 17.6.2021: Die Corona-Lage in Deutschland ist bei einer Inzidenz von etwa 10 entspannt.
Doch der Anteil der aggressiven Delta-Variante an den Neuinfektionen steigt.
In Großbritannien überwiegt inzwischen die ansteckende Delta-Variante, die sich in Indien gebildet hatte und von dort durch Reisende übertragen wurde, innerhalb weniger Wochen trotz fortgeschrittener Impfquoten die Vorherrschaft. Die Inzidenzen stiegen erneut. Die zunehmenden Ansteckungen mit der Delta-Variante schwappt auf das europäische Festland über. Nach etwa einem Monat mit niedrigen Inzidenzen unter 10 steigen die Zahlen erneut an. Dieses zeigen die Abb. 1 bis 5.

Die Virologin Melanie Brinkmann warnte im Februar 2020 davor (Der Spiegel 6.2.21), dass dem Ruf nach Lockerungen kurzfristig nachgegeben wird:  „Und dann würde das Virus durch die jüngeren, bis dahin noch nicht geimpften Altersgruppen durchrauschen, die keine Immunität haben – und das mit einer Wucht, die man sich nicht vorstellen kann. Weil die Mutanten noch infektiöser sind.“  Sie hatte Recht damit!

Mu­ta­tio­nen sind in je­nen Welt­ge­gen­den ent­stan­den,  in de­nen die ers­te Wel­le fast un­ge­bremst durch­ge­lau­fen war. Diese scheinen wesentlich ansteckender zu sein und breiten sich weltweit  aus.

Mit diesen Mutationen können Menschen erneut infiziert werden. Damit die Wahrscheinlichkeit der Weiterentwicklung der Viren verringert wird, muss deren Zahl auf ein Minimum verringert werden.
Und wichtig ist es, dass die Verbreitung der Viren verhindert wird und möglichst schnell durchgeimpft wird.

Juli 2021: Dank der Impfungen werden weniger Erkrankte mit der neuen Delta-Coronavariante einen schweren Verlauf nehmen. Leider sind bisher viele Millionen Menschen bisher noch nicht geimpft. Wenn dann die Rate an Neuinfektionen um ein Vielfaches höher wird, können die Patientenzahlen genauso hoch werden wie in der zweiten und dritten Welle (Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin).

Eine unkontrollierte Durchseuchung der Kinder wäre auch sehr riskant! Denn das Virus hat ja nicht nur Auswirkungen auf die Lunge, sondern auch auf Herz, Nieren, Blutgefäße und Gehirn! (Devi Sridhar, Professorin für Global Publik Health, University of Edinburgh; Der Spiegel 30/2021)

Eine neue Oxford-Studie zeigt Hinweise auf Hirnschäden infolge Corona – trotz milden Krankheitsverlaufs.
Betroffen sind Hirnregionen, die für den Geruchssinn verantwortlich sind. Auch zeigten Corona-Infizierte „einen größeren Rückgang in der Fähigkeit, komplexe Aufgaben zu bewältigen. Diese negativen Effekte zeigten sich verstärkt bei älteren Corona-Patienten.“ (Über diesen Link kann der Zeitungsartikel vom Ostfriesische Kurier vom 14.3.22 aufgerufen werden.) 

 

 

Nachricht vom 12.11.2021 (Der Spiegel 46/2021):

Virologen und Epidemiologen und insbesondere das Robert-Koch-Institut (RKI) mit seinen Modellvorhersagen haben früh vor dem Delta-Winter gewarnt.  Doch sie wurden ignoriert. „Sobald Delta hier voll zuschlägt, sind die Krankenhäuser schnell überlastet“, warnt Drosten vom RKI.
Am 11.11.21 meldete das RKI erstmals mehr als 50.000 Neuinfizierte. Die Krankenhäuser werden täglich voller.

Auf den Intensivstationen liegen schon mehr als 2.800 Covid-Erkrankte.
Die prekäre Situation auf den Intensivstationen geht vor allem auf die Nichtgeimpften zurück.
Die neue Ampelkoalition muss handeln! „Erschwerend kommt hinzu, dass der künftigen Ampelkoalition auch die Liberalen angehören werden. Und die wissen beim Coronaschutz vor allem, was sie nicht wollen.“

Anfang November 2021 offenbart sich eine neue Sars-CoV-2-Variante aus Südafrika. Sie wurde Omikron genannt. Sie verbreiterte sich schneller als Delta und enthält völlig neue Mutationen. „Omikron ist auf allen Kontinenten außer der Antarktis angekommen und breitet sich rasch über den Erdball aus,“ schreibt Der Spiegel 49/2021.  Die weltweite Impfinfrastruktur muss dringend ausgebaut werden, um derartigen Mutationen begegnen zu können.

„Mit Omikron werden die Karten in der Pandemie neu gemischt – leider zugunsten des Virus,“ sagt Melanie Brinkmann, Mitglied des neues Expertenrates der Bundesregierung. „Die Variante breitet sich mit gewaltiger Dynamik aus.“
„Wenn wir es schaffen, das aktuelle Niveau des Infektionsgeschehens deutlich zu senken, haben wir eine Chance die Omikron-Welle flach zu halten,“ so Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institut. Der Spiegel 51/2021.
Jetzt gar aktiv ohne eine höhere Impfquote auf eine breite Durchseuchung hinzuarbeiten, wäre der falsche Weg (Der Spiegel 6/2022).

Hier kommen Sie zu Mitteilungen des Landkreises Aurich.  Auf diesen Internetseiten werden alle aktuellen Informationen rund um das Thema Corona gebündelt. Aktuelle Presseberichte werden hier ebenso veröffentlicht wie Hygienehinweise oder grundsätzliche Infos.

Hier kommen Sie zu einer Übersicht der Corona-Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern.

Zur aktuellen Lage in Niedersachsen kommen Sie hier

Auf die Frage, wann die Pandemie vorbei ist, antwortete Physikerin  Viola Priesemann am 10.12.2021:
„Ein Datum kann ich Ihnen nicht nennen, weil wir nicht wissen, was für Virusvarianten noch kommen werden. Grundsätzlich kann man aber sagen: Die Pandemie ist vorbei, wenn Vorsichtsmaßnahmen wie Masken, Luftfilter und, falls notwendig, auch Impfen künftig selbstverständlich geworden sind und zu unserem alltäglichen Leben dazugehören, so dass wir uns keine Gedanken mehr darüber machen.“ Der Spiegel 50/2021

Fazit Pro Team Dr. Drosten,  15. Mai 2022 (Michael Streibel):

Masken verringern die Infektionsgefahr.
Impfungen verringern das Risiko, schwer zu erkranken,
sowie an Long- und Post-COVID19 zu leiden.

Weniger Tests führen dazu, dass weniger Neuinfektionen entdeckt werden.

 

Bild Peter Blank – Im Sommer 2021 ging’s weiter!! Und ab Frühjahr 2022!