Ein Jahr Corona! Darstellung der Entwicklung.

Bild: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus ist die wohl größte Herausforderung seit sieben Jahrzehnten. Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wurde erstmals im Dezember 2019 in China festgestellt und hat sich seitdem weltweit verbreitet. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Coronavirus von Fledermäusen stammt. Die Ansteckungen in Deutschland begannen Ende Februar, ausgerechnet in der Zeit des Karnevals. Diese Seite informiert über die Entwicklung der Infizierungen und deren Folgen. Am 27.2.21 steigt in Deutschland die Zahl der Todesfälle auf über 70.000! Die Infizierungen erreichen am 14.1.21 über 2 Millionen Fälle.

Bearbeitungstand: Daten vom 4.3.21 24:00 Uhr, Abb. 6 vom 8.3. (Inzidenzverlauf bundesweit und Landkreis Aurich)

 

Die Anzahl der nachgewiesenen Infizierten  überschritt am 1. März (Tag 1) in Deutschland  erstmals die Marke Einhundert.
1.000 wurden am 8. März (Tag 8) überschritten,
10.000  am 17. März (Tag 17),
50.000 am 27. März (Tag 27),
100.000 am 5. April (Tag 36),
200.000 am 13. Juni (Tag 135),
300.000 am 3. Oktober (Tag 217),
400.000 am 22. Oktober (Tag 236),
500.000 am 30. Oktober (Tag 244),
1.000.000 am 26. November (Tag 271),
1.500.000 am 20. Dezember (Tag 295) und
2.000.000 am 14. Januar (Tag 320).

Durch die Aktualisierungen auf dieser Internetseite können Entwicklung und Veränderungen in der Pandemie-Lage erkannt werden.

Die Ursache der Pandemie ist ein Conoravirus (CoV), von dem sieben Arten bekannt sind. Vor knapp 20 Jahren löste es ein „Schweres aktutes respiratorisches Sydrom“ („Sars“) aus. Das neue Virus ist dem recht ähnlich. Darum heißt es „Sars-CoV-2“. Die Erkrankung heißt offiziell „Covid-19“, wobei die Abkürzung für „Conoravirus disease 2019“ steht.
Dieses Virus verbreitet sich per Tröpfcheninfektion, eine der gefährlichsten Verbreitungsarten. Das neuartige Conoravirua wird zu einem langfristigen Problem.

Am 28. Januar 2020 warnte Virologe Christian Drosten in der Tagesschau vor einer Pandemie: „Wir müssen die Pandemiepläne rausholen, um auf einen möglichen Massenanfall von Patienten vorbereitet zu sein.“

Die Daten der Erkrankungen werden auf dieser Internetseite regelmäßig (aufgrund des hohen Bearbeitungsaufwands etwa wöchentlich) aktualisiert bzw. ergänzt.

Über die örtlichen Daten der Gemeinden informiert aktuell der Landkreis Aurich (Link siehe unten).

Der Verlauf der Infizierungen (Daten-Quelle: Johns-Hopkins-Universität, ab 21.1.21 Robert-Koch-Institut) ist in einem logarithmischen Maßstab aufgetragen. Diese Art Auftragung hat den Vorteil, dass ein exponentieller Anstieg linear verläuft. Trend-Abweichungen sind leichter erkennbar.

In Abb. 1  wird die deutschlandweite Situation der Infizierungen (rote Punkte) ab dem 1. März 2020 (Überschreitung 100 Infizierungen) beschrieben.
Eingetragen sind jeweils die exponentiellen Trends der Infizierungen mit Angabe der Verdoppelungszeiten. Im logarithmischen Maßstab sind diese linear. Je kürzer die Verdoppelungszeit wird, umso höher ist die Infizierungsrate.
Die Abb. 2 stellt einen Ausschnitt für die Entwicklung der Infektionszahlen über 100.000 dar. Hier sind einige Zahlenwerte eingetragen. Die Infektionen nehmen ab Mitte Juli wieder zu! Seit dem 19.10. kann die Entwicklung der Infizierungszahlen durch eine Trendlinie mit einer Verdoppelungszeit von nur 24 Tagen beschrieben werden, ab dem 11.11. bzw. 24.12. verlängern sich die Verdoppelungszeiten auf 36 bzw. 72 Tage.
Trotz der Schließung der Begegnungsorte am 1.11. (deutlich zu spät) und der neuen Auszeit ab 16.12. stieg die Zahl der Infizierungen weiter exponentiell an.
Inzwischen liegt der Verlauf deutlich unter der Trendlinie mit einer Verdoppelungszeit von 72 Tagen.

Abb. 1: Entwicklung der Zahl der Infizierten 1.3.20 bis 4.3.21 – Ordinate logarithmisch

 

Abb. 2: Entwicklung der Zahl der Infizierten 1.3.20 bis 3.4. 21 – Ordinate über 100 Tsd. logarithmisch

Die in Deutschland getroffenen Maßnahmen haben nach dem Frühjahr ihre Wirkung gezeigt. Die erste Welle der Corona-Pandemie konnte erfolgreich gebrochen werden. Auch die Zunahme von Infizierungen um den 20.6. konnte bewältigt werden (Grafik „Verlauf der Infizierungen“ siehe Abb. 3). Das ist vor allem auch der Disziplin der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken.
Und unseren Wissenschaftlern, wie z.B. Prof. Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, mit deren Hilfe wir in Deutschland bereits Mitte Februar in der Lage waren, routinemäßig auf Sars-CoV-2 zu testen!

Nach 10 Tagen (9.-18.5.) unter 1000 Neuinfizierungen war am 19.5. wieder ein Anstieg der Meldungen über 1000 zu verzeichnen! Einen Großteil zu diesen Neuinfizierungen hat die Fleischindustrie beigetragen. Nach relativ geringen Neuinfizierungen vom 30.5. – 3.6. unter 300/ Tag steigen die Zahlen am 5./6. Juni und 12.6. vorübergehend auf etwa 500/ Tag aufgrund mehrerer Infizierungen in einzelnen „Hotspots“ an. Am 10. und 13.6. werden erstmals jeweils unter 50 neue Infizierungen erfasst. Das vorläufige Minimum der täglichen Neuinfizierungen (7-tägiges Mittel) wird am 10.6. erreicht (Abb. 3). 

Anfang Juni bestand die Hoffnung, dass die Zahl der Infizierungen weiter unter 300/ Tag zurückgehen würde. Das hat sich leider mit den erneuten Anstiegen um den 20.6. und gegen Ende Juli nicht bestätigt.
Am 5.8.20 lag die Zahl der Neuinfizierten wieder über 1000! Dies mag u.a. auf vermehrte Kontakte in der Freizeit und während der Urlaubszeit und auf Feste in privaten Räumen zurückzuführen sein.  Der notwendige Mindestabstand wird z.B. in Touristenzentren auf Promenaden und an Stränden häufig nicht eingehalten.

Am 28.9. werden im 7-tägigen Mittel 2.000 Neuinfizierungen überschritten!
Am 6.10. bereits der Mittelwert 3.000!!
Am 3.11. fast 18.000, mehr als dreimal höher als das Maximum im Frühjahr (siehe unten)!
Am 26.12. werden etwa 30.000 neu infiziert!! Der Anstieg ist äußerst besorgniserregend!
Im Januar und Anfang Februar sinkt die Zahl der Neuinfizierungen. Mitte Februar stagniert der Verlauf.

Abb. 3: Anzahl Neuinfizierungen seit 31.3.20

Abb. 3 beschreibt den Verlauf der täglichen Neuinfizierungen aufgrund von Tests. Die extreme Zunahme an Infizierungen beginnt am 12.3.20. Das 7-tägige gleitende Mittel glättet die meldebedingten Schwankungen.  Der Kurvenverlauf bezieht sich auf die Mitte des berechneten Zeitraums.

Das erste Maximum an durchschnittlichen Neuinfizierungen vom 30.3. (5.878) wird am 16.10. (6.099) überschritten. Am 5. und 6. November und auch am 4.12. liegt die Anzahl der Neuinfizierungen weit über 20.000! Am 10.12. werden über 28.000 Infizierte registriert. Das Maximum des gemittelten Verlaufs wird am 19.12. erreicht. Die Neuinfizierungen liegt noch deutlich über dem Maximum vom Frühjahr 2020!
Das aktuelle Minimum vom 15.2.21 liegt bei 7089 Neuinfizierungen. Diese Anzahl wird anscheinend aufgrund der ansteckenderen Mutationen deutlich überschritten.

Allerdings muss auch festgestellt werden, dass das Infektionsgeschehen von Land zu Land unterschiedlich ist. Im November haben die Länder Sachsen und Thüringen einen besonders hohen Anstieg zu verzeichnen (siehe Grafik des RKI).

Prof. Dr. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts weist darauf hin, dass wir die weitere Entwicklung selber in der Hand haben. Die Ausbreitung des Virus ist durch unser Verhalten begründet. Aus der Entwicklung lässt sich schließen, dass ein „leichtsinniges“ Verhalten dem Virus entgegenkommt, sich stärker auszubreiten.

Die Grafik weist aus, dass die zweite Welle im Monat Oktober beginnt. Bereits nach Feststellung der Anstiegsphase -etwa Mitte Oktober – hätte die Schließung der Begegnungsorte beginnen müssen.
Die Virologin Melanie Brinkmann hat am 13. Oktober vor der 2. Welle gewarnt (Der Spiegel Nr. 6/2021 und Nr. 9/2021): „Diese Kurve wird sich weiter nach oben entwickeln, wenn wir jetzt nicht gezielte Maßnahmen ergreifen.“

Die Schließung fand Mitte Oktober keine Mehrheit. Die Mobilität blieb hoch.
„Allein diese 2 Wochen Verzögerung bis Anfang November haben uns in den letzten 3 Monaten etwa 30 Tsd. Menschenleben gekostet,“ sagt Melanie Brinkmann.
Und weiter: “ Spätesten an Ostern, wenn die über 80-jährigen hoffentlich geimpft sind, wird der Ruf nach Lockerungen so laut werden, dass möglicherweise wieder geöffnet wird. Und dann würde das Virus durch die jüngeren, bis dahin noch nicht geimpften Altersgruppen durchrauschen, die keine Immunität haben – und das mit einer Wucht, die man sich nicht vorstellen kann. Weil die Mutanten noch infektiöser sind.“

Ein zwischenzeitlicher Scheitel wurde am 10.11. erreicht. Eine Abnahme der Neuinfizierungen konnte nicht erreicht werden. Auch die verordnete neue Auszeit ab dem 16. Dezember zeigt derzeit nur ein Auf und Ab auf hohem Niveau von über 17 Tsd. Neuansteckungen pro Tag.

Die Infizierungen im Ländervergleich (Stand 4.3.21, bezogen auf die Gesamtbevölkerungszahl) können Sie hier entnehmen.

Abb. 4: Anzahl Erkrankte und Todesfälle seit 31.3.20

In Abb. 4 ist die Entwicklung der Erkrankten-Zahlen (Infizierte abzüglich Genesene abzüglich Verstorbene) aufgetragen. Am 12. April überwiegt erstmals die Zahl der Genesenen und am 6. April sank erstmals die Zahl der durch Tests festgestellten Erkrankungen. Die Zahl der Infizierten erreichte ein solch niedriges Niveau, dass Lockerungen möglich wurden. Am 18.6. steigt jedoch die Zahl der Erkrankten deutlich um knapp Eintausend.
In einer dritten Aktivitätswelle steigen die Erkrankten-Zahlen gegen Ende Juli. Zwischen dem 30.5. und 4.8. lag die Zahl der Erkrankten noch unter 10.000.
Am 20. Dezember waren über 380.000 erkrankt (siehe Grafik)!
Vom 19.11.20 bis 17.1.21 liegen die Erkrankten-Zahlen über 300 Tsd.!!
Danach zeichnet sich ab, dass die Zahlen abnehmen.
Sie liegen derzeit aber noch deutlich über dem Maximum vom Frühjahr 2020.

Die tägliche Zunahme an Erkrankten steigt seit Mitte September um etwa 500/ Tag an.
Ende Oktober nehmen sie um 10 Tsd./Tag zu!!

Die Zunahme an Erkrankungen liegt im Herbst weit über den Werten vom April! Das erste Anstiegsmaximum wird am 4.11. erreicht, das zweite am 17.12. nach einem zwischenzeitlichen Minimum um den 30.11..
Es war überfällig, die neue Auszeit am 16.12. zu beginnen!

Das Robert-Koch-Institut weist bereits in den Presseinformationen am 28.7. und am 8.10. und an den Folgetagen  auf die Gefahrenlage hin. Die im Sommer erfolgreichen Regelungen (AHA) reichen ab Oktober nicht mehr aus!

Als Kennzeichen des Infizierungsgeschehens wird auch die Reproduktionsrate verwendet.
Hier wird eine Kennzahl aus dem Quotienten aus der Zunahme der Infizierungen der letzten 4 Tage und des Zeitraum von 4 Tagen davor gebildet. Von diesen Werten wird ein 8-tägiges gleitendes Mittel berechnet. Die Werte beziehen sich auf die Mitte des Berechnungszeitraumes (7 Tage vor der Aktualisierung).
Am 16. und 17.5. überschritt die Kennzahl erstmals wieder seit dem 31.3. den Rechenwert 1,0; ebenfalls vom 2. bis 7.6.. Vom 12. bis 22.6. wird 1,0 deutlich überschritten. D.h. ein Erkrankter gab die Infizierung an mehr als eine Person weiter. Nach einem zwischenzeitlichen Minimum  steigt die Kennzahl  gegen Ende Juli wieder aufgrund vermehrter Sozialkontakte. Anfang September liegt sie um 1,0 und nimmt bis zum 18.10. wieder zu. Sie fällt erst nach dem 20.12. stärker unter 1,0 ab, steigt aber wieder Anfang des neuen Jahres.

Aktuelle Forschungen ermitteln eine Mortalitätsrate von etwa 0,85 % (Spiegel Nr. 39 vom 19.9.20 (Veronika Hackenbrook)). Damit würde die  Zahl der tatsächlich Infizierten um ein Vielfaches höher  liegen (0,85% bedeuten: Infizierte = Verstorbene * 118) als die getesteten Zahlen. Die Covid-19-Sterblichkeit liegt im Übrigen acht- bis neunmal höher als bei Influenza.
Mit Annahme der o.a. Mortalitätsrate überschreitet die Gesamtzahl der Infizierten in Deutschland in der Letzten Februarwoche acht Millionen (Abb. 1 – schwarze Punkte).  Dieser Verlauf ist auf den Zeitpunkt 20 Tage vor Feststellung der Todesfälle bezogen. Damit hätte Covid19 etwa 10% der Bevölkerung infiziert.

Abb. 5: Tägliche Todesfälle als Mittelwert der letzten 7 Tage

Die Zahl der täglichen Sterbefälle (Abb. 5) erreicht ab Mai ein vergleichsweise niedriges Niveau.
Auch angesichts der ab Ende Juli deutlichen Zunahme an Erkrankungen bleibt die Zahl der Todesfälle auf niedrigem Niveau. Ab etwa Mitte Oktober nehmen sie wieder stärker zu. Anfang November steigen sie steil an wie etwa Anfang April.  Die tägliche Zunahme an Todesfällen übersteigt deutlich den Höchstwert vom April!
Dieses geschieht zeitgleich mit dem Erreichen der Millionenzahl an Infizierten.
Mitte Januar 2021 sind insgesamt  2 Mio. infiziert.
Insgesamt verstorben sind
10 Tsd. am 24.10.!
20 Tsd. am 09.12.!  (nach weiteren 46 Tagen)
30 Tsd. am 27.12.!  (nach weiteren 18 Tagen)
40 Tsd. am 10.01.!  (nach weiteren 14 Tagen)
50 Tsd. am 21.01.!  (nach weiteren 11 Tagen) 
60 Tsd. am 04.02.!  (nach weiteren 14 Tagen)
70 Tsd. am 27.02.!  (nach weiteren 23 Tagen)

Positiv zu vermerken ist, dass die Zahl der täglichen Todesfälle weiter abnimmt, obwohl die Neuinfizierungen seit Mitte Februar stagnieren bzw. wieder zunehmen.

Solange noch nicht umfassend geimpft werden kann, wird sich der Virus verbreiten.
Dauerhafte Folgeerkrankungen aufgrund Covid-19 und die Zunahme der Sterberaten können die Folge sein  bis zur Überlastung unseres Gesundheitssystems. Selbst  Menschen ohne Vorerkrankung können schwere Verläufe erleiden oder gar sterben. Als Systemerkrankung vermag Covid-19 eine geradezu unheimliche Zerstörungskraft zu entfalten.
Coronaopfer haben im Schnitt 11 Jahre (Frauen) bis 13 Jahre (Männer) Lebenszeit verloren (britische Untersuchungen; Der Spiegel Nr. 20, „Sturm im Körper“).

„Das Licht am Ende des Tunnels wird größer, “ sagte Bundespräsident Walter Steinmeier.
Das Impfen konnte nach Weihnachten beginnen.

 

Im Einzelfällen wird der Unsinn verbreitet, dass keine höhere Sterberate zu verzeichnen sei.
Weltweit sind am Anfang März 2021 über 2,5 Mio. an Covid-19 Erkrankte verstorben!
Infiziert sind etwa 115 Millionen weltweit. Dieses ist durch Tests nachgewiesen.
Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.
Hier können Sie per Download eine Grafik zur Erhöhung der Sterberate in Deutschland bedingt durch Covid-19 (7-tägiges gleitendes Mittel) im Vergleich zum Durchschnitt von 2.600 Toten abrufen.

In dieser Grafik werden die gesamten Sterbefälle verschiedener Länder bis zum 4.3.21 im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung verglichen.

Mit unwahren Behauptungen stellen vermeintliche Experten die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Frage. Z.B. wird Corona mit Grippeviren gleichgesetzt, obwohl inzwischen bekannt ist, dass mehrere Organe befallen werden können. Die Pandemiegefahr wird bewusst negiert. Es wird bewusst aufgefordert, nicht zu testen. Derartige Äußerungen und Verhaltensweisen sind gefährlich. Sie können eine verstärkte Verbreitung von Covid19 zur Folge haben.  Die Süddeutsche Zeitung entlarvt hier die gröbsten Lügen und Missverständnisse.

Herzlichen Dank an alle Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Beschäftigte in den Supermärkten und Erzieherinnen und Erzieher in der Notbetreuung, Polizistinnen und Polizisten und viele andere, die gerade alles am Laufen halten!

 

Pandemie-Daten zum Landkreis Aurich

Die 7-Tage-Inzidenz ist eine wichtige Grundlage für die Einschätzung der Entwicklung der Corona-Pandemie. Der Wert bildet die Fälle pro 100.000 Einwohner*innen in den letzten 7 Tagen ab.  Die folgende Abb.6  stellt die Entwicklung der Inzidenzwerte bundesweit ab dem 1.10.20, für den Landkreis Aurich ab dem 17.11.20 dar.
Der Verlauf im Landkreis Aurich liegt deutlich niedriger, kommt aber einer Fieberkurve gleich.

Abb. 6: 7-Tage Inzidenzwerte bundesweit und für den Landkreis Aurich bis zum 8.3.21

Am 22.1. und 26. bis 28.1.21 hatte der Landkreis Aurich die niedrigsten Inzidenzwerte bundesweit. Die letzten Werte liegen knapp unter der Grenze von 35 pro 100 Tsd. Einwohner.
Der erneute Anstieg Anfang Februar beruht auf Ansteckungen auf der Insel Norderney. Am 10.2. waren allein auf der Insel Norderney 50 Personen infiziert (Daten Landkreis 12.2.), 4 Personen waren innerhalb einer Woche verstorben (Kurier 11.2., S. 9)!
Bis zum 13.2. fallen die bundesweiten Inzidenzwerte kontinuierlich ab. Danach stagnieren sie zunächst und beginnen wieder zu steigen! Lockerungen müssen mit größter Vorsicht begleitet werden (Regelmäßige Tests). Die Impfungen müssen verstärkt fortgesetzt werden.

Die Virologin Melanie Brinkmann warnt davor (Der Spiegel 6.2.21), dass dem Ruf nach Lockerungen kurzfristig nachgegeben wird:  „Und dann würde das Virus durch die jüngeren, bis dahin noch nicht geimpften Altersgruppen durchrauschen, die keine Immunität haben – und das mit einer Wucht, die man sich nicht vorstellen kann. Weil die Mutanten noch infektiöser sind.“

Mu­ta­tio­nen sind in je­nen Welt­ge­gen­den ent­stan­den,  in de­nen die ers­te Wel­le fast un­ge­bremst durch­ge­lau­fen war. Diese scheinen wesentlich ansteckender zu sein und breiten sich weltweit  aus. Mit diesen Mutationen können Menschen erneut infiziert werden. Damit die Wahrscheinlichkeit der Weiterentwicklung der Viren verringert wird, muss deren Zahl auf eine Minimum verringert werden. Und wichtig ist es, dass die Verbreitung der Viren verhindert wird und möglichst schnell durchgeimpft wird.

 

Hier kommen Sie zu Mitteilungen des Landkreises Aurich.  Auf diesen Internetseiten werden alle aktuellen Informationen rund um das Thema Corona gebündelt. Aktuelle Presseberichte werden hier ebenso veröffentlicht wie Hygienehinweise oder grundsätzliche Infos.

Hier kommen Sie zu einer Übersicht der Corona-Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern.

 

Wie geht´s  jetzt weiter? Diese Frage haben wir uns Ende März 2020 gestellt.
Wissenschaftler hatten mehrere Szenarien entworfen (Der Spiegel Nr. 14, 28.3.20).

Unternimmt der Staat nur wenig, wären bald 70% der Bevölkerung infiziert, die Todeszahlen überstiegen die Millionengrenze („Worst Case“)!

„Ein optimistisches Szenario verfolgt ein strenges Vorgehen, das 2 Monate durchgehalten werden müsste. In Deutschland könnten sich nach diesem optimistischen Szenario eine Millionen Menschen infizieren.“

Tatsächlich gibt es nach 4,5 Monaten  200 Tsd. durch Tests nachgewiesene Infizierungen.
Nach 10,5 Monaten 2 Mio.! Die wirkliche Zahl dürfte über 5 Mio. liegen.

Und weiter heißt es:
„Da in diesem Fall nur ein geringer Teil der Bevölkerung immunisiert wäre, müssen wir weiterhin sehr wachsam bleiben. Das Testen müsste dabei wesentlich gesteigert werden. Der persönliche Schutz vor steigender Ansteckung muss gewährleistet werden. Nur unter diesen Bedingungen können die strengen Regeln gelockert werden.  Außerdem muss bedacht werden, dass die Krankheit irgendwo wieder ausbrechen und sich ausbreiten kann, solange es keinen Impfstoff gibt. Wir müssen lernen, mit der Gefahr umzugehen.“

„… Der Virus kam in eine Welt, in der ein großes Unbehagen über den Lauf der Dinge längst zu Hause war.
Es wäre gut, … dass sich wirklich neue Perspektiven eröffnen. Die Chance auf eine andere Zukunft. …“ (Der Spiegel, Nr. 12 Titelgeschichte „Warum die Coronakrise unsere Welt langfristig besser machen kann.“)
Die Menschen werden mehr einander helfen und mehr Rücksicht aufeinander nehmen.

11 Millonen Impfdosen werden im ersten Quartal 2021 in Deutschland voraussichtlich zur Verfügung stehen. Bundesweit wurden insgesamt 400 Impfzentren aufgebaut. Auch mobile Impfteams können Impfungen aufsuchend verabreichen, z.B. in Pflegeheimen.

Bild Peter Blank